Besteuerung von Renten

Mit dem Alterseinkünftegesetz im Jahr 2005 ist die Besteuerung von Renten einer Neuregelung unterzogen wurden. Sowohl bei Alt- als auch Neurenten hat sich der steuerpflichtige Anteil erhöht, womit mehr Rentner eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Vielen ist das aber gar nicht bewusst und sie realisieren es erst, wenn sie Post vom Finanzamt bekommen.

 

Besteuerung von Renten

(Uwe Schlick / PIXELIO)

 

Wie verhält es sich mit der Besteuerung von Renten?

Für die Besteuerung von Renten gibt es ganz klare Regeln: Alle, die vor 2005 in Rente gegangen sind, müssen mindestens 50 Prozent ihrer Rente versteuern. Bei allen, die danach ihren Renteneintritt hatten und haben werden, wächst dieser Anteil prozentual mit jedem Jahr und bleibt dann über die gesamte Bezugsdauer konstant. Wer 2012 in Rente gegangen ist, versteuert demnach lebenslang 64 Prozent. 2014 sind es schon 68 Prozent.

Ab dem Jahr 2021 erhöht sich Besteuerung von Renten pro Jahr nur noch um einen statt zwei Prozentpunkte. Wer seinen Renteneintritt ab dem Jahr 2040 hat, muss demnach 100 Prozent seiner Altersbezüge versteuern. Bis dahin ist ein Teil der Rente noch steuerfrei. Entscheidend für die Höhe der Besteuerung von Renten ist also immer das Jahr, in dem die Rente beginnt.

 

Wer muss Steuern zahlen?

Grundsätzlich gibt es drei steuerpflichtige Gruppen von Senioren, die von der Besteuerung von Renten besonders betroffen sind. Zu diesen zählen:

  • Rentner mit einer hohen gesetzlichen Rente

  • Rentner, deren Ehepartner noch arbeiten gehen und die eine durchschnittlichen Rente beziehen

  • Rentner, die neben ihrer Rente noch Zusatzeinkünfte haben

Zu den Zusatzeinkünften zählen dabei beispielsweise Mieteinnahmen oder Kapitalvermögen. Beachtet werden muss außerdem, dass die gesetzliche und private Rente anders besteuert werden.

 

Steuerlast senken

Rentner sollten selbst aktiv werden, um ihre Steuerlast zu senken. Wie auch alle anderen, die eine Steuererklärung abgeben müssen, können sie Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen. Das lohnt sich besonders bei Ausgaben für die eigene Gesundheit. Zuzahlungen bei Apotheken oder Ärzten können so beispielsweise mit entsprechenden Belegen nachgewiesen werden.