Die Rente mit 60 – ein kostspieliger Luxus

Viele Menschen träumen von der Rente mit 60. Um das körperliche Wohlergehen ist es bei vielen Versicherten noch gut bestellt und endlich hat man genügend Zeit, sich um seine Hobbys, Enkel, Freunde oder das Reisen zu kümmern. Allerdings sollten die Interessenten genau nachrechnen, mit welchen Bedingungen die Rente mit 60 verbunden ist – denn finanzielle Einbußen sind bei diesem Renteneintrittsalter bei Weitem keine Seltenheit. Ebenso sollten die neuen Regeln für den Renteneintritt beachtet werden, da nach 1947 geborene Personen einen späteren Renteneintritt in Kauf nehmen müssen.

 

Bei der Antragstellung die Drei-Monats-Frist beachten

Ist den Versicherten der frühere Eintritt in die Rente wichtiger als die damit verbundenen finanziellen Einbußen, kann man bei der Rentenversicherung einen Antrag stellen.

Von der Antragstellung bis hin zur Inanspruchnahme der Rente muss eine Bearbeitungszeit von mindestens drei Monaten einkalkuliert werden, so dass Betroffene den Antrag so früh wie möglich stellen sollten, um aus dem Arbeitsleben auszusteigen.

Da die Rente mit 60 jedoch ihren Preis hat, sollten die Versicherten für jeden fehlenden Monat mit einem Abschlag von 0,3 Prozent rechnen. Streben die Interessenten im Gegensatz den vollen Rentenumfang an, muss die Rentenkasse insgesamt 45 Jahre lang kräftig gefüllt werden.

Ein Anspruch auf die Rente mit 60 steht gemäß Aussagen der Deutschen Rentenversicherung den Frauen automatisch zu, die vor dem 1. Januar 1952 geboren wurden. Um von diesem Recht profitieren zu können, müssen die Frauen jedoch mindestens 15 Jahre lang versichert gewesen sein und nach ihrem 40. Geburtstag 120 Pflichtbeiträge gezahlt haben. Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, steht der Rente mit 60 nichts im Wege, solange die Frauen einen Abzug von 18 Prozent akzeptieren.

 

Schwerbehinderte können eher Rente beziehen

Besondere Regeln gelten außerdem für schwerbehinderte Menschen, die vor 1952 geboren sind – diese Zielgruppe kann sich an einem abzugsfreien Rentenerhalt ab der Vollendung des 63. Lebensjahres freuen. Sind die Personen an einem Renteneintritt mit 60 Jahren interessiert, sind Abzüge bis zu 10,8 Prozent möglich.

Im Jahr 2012 wurde die Altersgrenze für ab 1952 geborene Schwerbehinderte außerdem von 63 auf 65 Jahre gehoben. Damit Arbeitslose frühzeitig ihre Rente beziehen können, müssen diese ebenfalls 15 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben.