So steht einem Urlaub trotz Behinderung nichts im Wege

Ob mit oder ohne Behinderung – wer die Welt erkunden möchte, sollte sich diesen Wunsch nicht nehmen lassen. Dennoch stellt die Organisation einer Reise für Behinderte die Betroffenen vor besondere Herausforderungen. Planen Menschen mit Handicaps ihren Aufenthalt an einem anderen Ort mit Bedacht, steht diesem Urlaub dennoch nichts im Wege.

 

 

Urlaub barrierefrei

(Foto: pixabay.com)

 

Nicht jede Ferienunterkunft ist geeignet

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Wahl eines geeigneten Feriendomizils. In zahlreichen Regionen weltweit werden mittlerweile barrierefreie Ferienunterkünfte angeboten, die den Anforderungen der Senioren oder Menschen mit Behinderungen gerecht werden. Um jedoch keine Buchung vorschnell vorzunehmen, ist es unbedingt erforderlich, ein Reisebüro beim Abschluss einer Pauschalreise detailliert über persönliche Anforderungen an Hotels zu informieren, um mit Sicherheit das richtige Etablissement zu finden. Wird die Reise individuell organisiert, sind Menschen mit Handicaps gut beraten, im Vorfeld Kontakt zu den Anbietern der Ferienunterkünfte aufzunehmen. Damit die Reisenden vor Ort keine bösen Überraschungen erwarten, sollte im Vorfeld geklärt werden, ob die behindertengerechte Ferienwohnung alle Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllt. Ebenso ist es möglich, Behindertenverbände zu diesem Thema zu befragen. Zahlreiche dieser Verbände informieren ebenfalls über passende Feriendomizile am Reiseziel der Wahl.

 

Den Transfer so früh wie möglich organisieren

Die Frage nach dem Transfer ist für barrierefreies Reisen ebenfalls ausschlaggebend. Auf einer Flugreise muss ein Flugunternehmen gesucht werden, das den Anforderungen der behinderten Urlauber gerecht wird. Bei Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Zug sollten helfende Hände oder behindertengerechte Zugabteile gefunden werden. Auch wenn diese Ansprüche auf den ersten Blick wie ein unlösbares Vorhaben erscheinen, lassen sich die Reisepläne bei der richtigen Organisation gut in die Tat umsetzen. Menschen, die auf stetige Unterstützung einer Pflegekraft angewiesen sind, sollten den Bedarf an der 24-Stunden-Hilfe so früh wie möglich anbieten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Form des betreuten Reisens zu wählen, bei der Pflegepersonal ebenfalls stets zur Seite steht.

 

Eignet sich das Reiseziel für Menschen mit Behinderungen

Zusätzlich müssen Senioren oder Menschen mit Behinderungen der Frage Beachtung schenken, inwieweit sich das avisierte Reiseziel auf den Umfang mit Urlauber mit Handicaps eingestellt hat. Mittlerweile hat die NatKo ein einheitliches Kennzeichnungssystem entwickelt, das auf barrierefreie touristische Angebote verweist. All die Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants, die eine entsprechende Plakette erhalten, wurden auf bestimmte Kriterien wie rollstuhlgerechte Bäder oder Türbreiten überprüft. Behinderte Menschen mit Internetzugang finden mit dem World Wide Web mittlerweile eine sehr hilfreiche Informationsquelle, in der Betroffene in Foren von Erfahrungen vor Ort berichten. Hier finden Betroffene ebenso wichtige Entscheidungshilfen wie durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Da eine Kontrolle all dieser Anforderungen eines gewissen zeitlichen Aufwandes bedarf, sind spontane Last Minute-Reisen für Menschen mit einer Behinderung nicht geeignet. Wer den notwendigen Zeitaufwand von Beginn an einplant, gelangt hingegen relativ unkompliziert zum Reiseziel seiner Träume.